Anästhesie/Narkose

Das Spektrum der Anästhesieverfahren umfasst alle Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren, einschließlich der Anlage von Kathetern zur Schmerztherapie. Pro Jahr werden ca. 4.000 Narkoseverfahren durchgeführt für Operationen, diagnostische Eingriffe und Untersuchungen bei Patienten aller operativen und konservativen Fachabteilungen.

Prämedikationsgespräch
Vor jedem Eingriff wird der Patient von einem Anästhesisten über das in Frage kommende Narkoseverfahren und seine jeweiligen Vor- und Nachteile informiert. In diesem Gespräch ermittelt der Anästhesist unter Berücksichtigung aller wichtigen Befunde das für den Patienten günstigste Verfahren.

Folgende Grundformen sind möglich:

  • Bei der Allgemeinanästhesie (auch Vollnarkose genannt) wird der Patient in einen Tiefschlaf versetzt, bei dem Bewusstsein, Schmerzempfinden und Reflexe sicher ausgeschaltet sind. In Frage kommen hierbei Verfahren wie Intubationsnarkose, Larynxmaske, totale intravenöse Anästhesie (TIVA).
  • Bei der Regionalanästhesie (auch Teilnarkose genannt) wird ein größerer Körperabschnitt betäubt, z.B. ein Arm oder die komplette untere Körperhälfte (Spinalanästhesie, intravenöse Regionalanästhesie, Plexus- und Nervenblockaden)

Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an die Zentrale Patientenaufnahme der Klinik Kitzinger Land unter Telefon 09321/704-190.

Operationstag
Am Operationstag erhält der Patient vor der Narkose in der Regel beruhigende und angstlösende Medikamente sowie ein Schmerzmittel verabreicht, das seine volle Wirkung nach der Operation entfaltet und postoperative Schmerzen wirkungsvoll reduziert. Rechtzeitig wird der Patient mit seinem Bett in den Operationsbereich gebracht und lernt dort die Anästhesieschwester/den Anästhesiepfleger kennen, die/der ihn zusammen mit dem Anästhesisten während der Operation betreuen wird.


Narkosevorbereitung
Im Einleitungsraum beginnen die Vorbereitungen für die Narkose. Dazu gehören das Anschließen an den EKG-Monitor zur Überwachung der Herzfunktion und das Anlegen der Blutdruckmanschette. Durch einen Fühler am Finger oder am Ohr wird kontinuierlich der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen (Pulsoxymetrie). Außerdem wird eine Infusion angelegt.

Nach der Operation
bleibt der Patient im Aufwachraum unter unserer Obhut, bis sichergestellt ist, dass die Vitalfunktionen Atmung und Kreislauf stabil sind. Nach der Visite durch den Anästhesisten wird der Patient auf die Normalstation verlegt. Bei Bedarf wird der Anästhesist eine weitere postoperative Visite auf der Normalstation durchführen. Nach größeren Eingriffen oder bei unerwarteten Komplikationen kann die Verlegung auf die Intensivstation notwendig werden. Wichtig ist zu wissen, dass die Verlegung auf die Intensivstation zumeist prophylaktisch, d.h. zur Vorbeugung möglicher Komplikationen, erfolgt! Ihr Anästhesist wird Ihnen gern die Gründe für die Verlegung auf die Intensivstation erläutern.

Fremdblutsparende Maßnahmen
Gewebeschonende Operationsverfahren haben nur noch selten größere Blutverluste zur Folge. Falls es aber doch zu Blutungen im Rahmen eines größeren Eingriffes bzw. in Gebieten mit erhöhter Blutungsgefahr kommen sollte, wird Ihr Blut aufgefangen, wiederaufbereitet und Ihnen zurücktransfundiert (maschinelle Autotransfusion, Cell-Saver). So wird die Fremdblutgabe auf ein Minimum reduziert oder ist überhaupt nicht nötig.